Beistelltisch am Bett: wann er den Nachttisch ersetzt

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Neben dem Bett braucht es eine Ablagefläche für Leselampe, Buch, Wasserglas und Wecker. Klassisch steht dort ein Nachttisch, doch nicht immer passt das Format oder die Höhe zum Bett. Manchmal fehlt auch der Platz für ein zweites Möbel, oder die Optik des Nachttischs harmoniert nicht mit dem übrigen Raum. Ein Beistelltisch kann in solchen Fällen die bessere Wahl sein. Wann sich der Wechsel lohnt und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, erläutert dieser Ratgeber.

Höhe und Proportion zum Bett

Die Oberkante eines Nachttischs liegt üblicherweise zwischen 50 und 65 Zentimeter, passend zu Betten mit Rahmenhöhen von 50 bis 60 Zentimeter. Liegt Ihre Matratzenoberkante jedoch bei 70 Zentimeter oder höher, wirkt ein niedriger Nachttisch verloren und Sie müssen sich zum Abstellen weit hinunterbeugen. Beistelltische gibt es in Höhen von 40 bis 75 Zentimeter, sodass Sie die Ablagefläche präzise auf die Betthöhe abstimmen können. Idealerweise liegt die Tischplatte auf gleicher Höhe mit der Matratzenoberkante oder maximal fünf Zentimeter darüber.

Grundfläche und Raumverhältnisse

Nachttische messen in der Breite meist 40 bis 50 Zentimeter und in der Tiefe 35 bis 45 Zentimeter. In schmalen Schlafzimmern oder bei Betten, die nah an der Wand stehen, kann diese Tiefe zu viel sein. Beistelltische mit runder oder quadratischer Platte von 30 bis 35 Zentimeter Durchmesser benötigen weniger Stellfläche und lassen mehr Bewegungsraum. Umgekehrt bieten rechteckige Beistelltische mit 60 Zentimeter Breite mehr Ablagefläche, wenn Sie mehrere Gegenstände griffbereit haben möchten und der Raum es zulässt.

Stauraum und Funktion

Nachttische verfügen meist über eine oder zwei Schubladen, in denen Sie Kleinigkeiten verstauen können. Beistelltische haben in der Regel nur eine offene Platte, manche Modelle eine zweite Ebene darunter. Wenn Sie auf geschlossenen Stauraum verzichten können und Ihre Utensilien lieber in Sichtweite haben, reicht ein Beistelltisch aus. Für Lesebrillen, Ladekabel oder Medikamente, die Sie nicht offen liegen lassen möchten, ist ein Nachttisch mit Schublade die praktischere Lösung. Manche Beistelltische mit Metallgestell bieten eine untere Ablage aus Glas oder Holz, die zusätzliche Fläche schafft, ohne dass das Möbel massiv wirkt.

Material und Stil

Nachttische sind oft aus Holz gefertigt und folgen der Formensprache klassischer Schlafzimmermöbel. Beistelltische gibt es in einer größeren Materialvielfalt: Marmor, Messing, Glas, lackiertes Metall oder Kombinationen daraus. Wenn Ihr Schlafzimmer modern eingerichtet ist oder Sie bewusst Kontraste setzen möchten, fügt sich ein Beistelltisch aus Metall und Stein oft harmonischer ein als ein traditioneller Holznachttisch. Achten Sie darauf, dass die Oberfläche unempfindlich gegen Feuchtigkeit ist, falls Sie ein Glas Wasser abstellen. Marmor und lackiertes Holz sind hier im Vorteil, unlackiertes Holz kann Ränder bekommen.

Merkmal Nachttisch Beistelltisch
Höhe 50 bis 65 cm 40 bis 75 cm
Grundfläche 40×35 bis 50×45 cm 30×30 bis 60×40 cm
Stauraum meist 1 bis 2 Schubladen meist nur offene Platte
Material überwiegend Holz Holz, Metall, Marmor, Glas

Wann der Beistelltisch die bessere Wahl ist

Ein Beistelltisch ersetzt den Nachttisch sinnvoll, wenn eine oder mehrere der folgenden Bedingungen zutreffen:

  • Die Betthöhe liegt über 65 Zentimeter und Sie brauchen eine höhere Ablagefläche.
  • Der Raum zwischen Bett und Wand ist schmaler als 40 Zentimeter.
  • Sie benötigen keinen geschlossenen Stauraum und bevorzugen eine offene Optik.
  • Das Schlafzimmer ist modern oder eklektisch eingerichtet und ein klassischer Nachttisch würde stilistisch nicht passen.
  • Sie möchten das Möbel flexibel einsetzen und gelegentlich an anderer Stelle im Raum oder in einem anderen Zimmer nutzen.

Praktische Hinweise zur Platzierung

Stellen Sie den Beistelltisch so nah ans Bett, dass Sie im Liegen bequem mit ausgestrecktem Arm die Platte erreichen. Ein Abstand von fünf bis zehn Zentimeter zur Bettkante ist ideal. Achten Sie darauf, dass die Tischbeine stabil stehen und nicht wackeln, besonders bei hohen, schlanken Modellen. Wenn Sie eine Tischleuchte aufstellen, sollte die Platte mindestens 30 Zentimeter Durchmesser haben, damit Leuchtenfuß und weitere Gegenstände nebeneinander Platz finden. Bei runden Tischen mit drei Beinen prüfen Sie, ob die Beine so angeordnet sind, dass Sie nicht daran anstoßen, wenn Sie nachts aufstehen.

Passende Stücke finden Sie unter Beistelltische und Nachttische. Wie die Stücke gebaut sind, welche Maße es gibt und was die Lieferzeit bedeutet, steht auf Eichholtz Beistelltische und Eichholtz Nachttische.

Häufige Fragen

Kann ich zwei verschiedene Beistelltische links und rechts vom Bett verwenden?

Ja, asymmetrische Paare sind gestalterisch durchaus möglich. Achten Sie darauf, dass beide Tische eine ähnliche Höhe haben, damit die Balance gewahrt bleibt. Unterschiede von drei bis fünf Zentimeter fallen kaum auf. Material oder Farbe dürfen variieren, solange ein verbindendes Element wie Metall oder Holzton vorhanden ist.

Wie schwer darf ein Beistelltisch am Bett belastet werden?

Die meisten Beistelltische tragen problemlos fünf bis zehn Kilogramm, was für Leuchte, Bücher und Glas ausreicht. Prüfen Sie bei filigranen Modellen mit dünnen Beinen oder Glasplatten die Herstellerangaben. Vermeiden Sie es, sich auf den Tisch zu stützen, wenn Sie nachts aufstehen, da dies die Konstruktion überlastet.

Welche Oberflächenbehandlung ist pflegeleicht?

Lackierte Oberflächen und polierter Marmor lassen sich mit einem feuchten Tuch reinigen und sind unempfindlich gegen Wasserflecken. Unlackiertes Holz und offenporiger Stein sollten Sie mit Untersetzern schützen. Metall mit Messingfinish läuft mit der Zeit an, was gewollt sein kann, sich aber auch mit speziellem Pflegemittel aufhalten lässt.

Brauche ich bei einem Beistelltisch ohne Schublade zusätzlichen Stauraum?

Das hängt von Ihren Gewohnheiten ab. Wenn Sie nur wenige Dinge griffbereit haben möchten, reicht die offene Platte. Für Kleinteile können Sie eine flache Schale oder Box auf den Tisch stellen. Alternativ nutzen Sie die Bettkastenschublade oder ein Wandregal in Reichweite, um Gegenstände zu verstauen, die Sie nicht täglich brauchen.