Marmor ist das Material, das einem Möbelstück sofort Gewicht gibt, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Er ist zugleich das Material mit den meisten Missverständnissen: Marmor ist nicht unempfindlich, jede Platte ist ein Unikat, und beides ist kein Mangel, sondern seine Natur.
Die Sorten, die man auseinanderhalten sollte
- Carrara. Hellgrau bis weiß mit feiner, gleichmäßiger Aderung. Der ruhigste Marmor, passt fast überall und wirkt nie laut.
- Calacatta. Weißer Grund mit kräftigen, breiten Adern. Ein Blickfang, der den Raum bestimmt, deshalb sparsam einsetzen.
- Nero Marquina. Tiefschwarz mit weißen Adern. Sehr grafisch, zeigt Staub und Wasserflecken schneller als heller Stein.
- Emperador und braune Sorten. Warmer Ton, verzeiht im Alltag am meisten, weil Spuren im Muster verschwinden.
Warum jede Platte anders aussieht
Aderung, Farbverlauf und Anzahl der Einschlüsse entstehen im Gestein, nicht in der Fertigung. Zwei Tische desselben Modells sehen deshalb nie identisch aus, und ein Foto zeigt immer nur eine mögliche Platte. Wer zwei Stücke nebeneinander stellen will, etwa zwei Beistelltische, sollte das vorher ansprechen, damit die Auswahl zueinander passt. Kleine Poren, feine Haarlinien und Farbwolken sind materialtypisch und kein Reklamationsgrund.
Säure ist der eigentliche Feind
Marmor besteht aus Kalk. Zitrone, Essig, Wein, Cola und viele Reiniger lösen die Oberfläche an und hinterlassen matte Stellen, sogenannte Ätzflecken. Die sind kein Schmutz, sondern eine Oberflächenveränderung, und sie lassen sich nicht wegwischen. Praktisch heißt das: Untersetzer auf dem Couchtisch, verschüttete Getränke sofort aufnehmen und niemals Essigreiniger oder Kalklöser verwenden. Für die tägliche Reinigung reicht ein weiches Tuch mit klarem Wasser oder ein pH-neutrales Mittel.
Imprägnieren und was es leistet
Eine Imprägnierung dringt in den Stein ein und verzögert, dass Flüssigkeit einzieht. Sie schützt gegen Öl- und Fettflecken, aber nicht gegen Säure. Sinnvoll ist sie bei hellen Sorten und an Esstischen, üblicherweise ein- bis zweimal im Jahr, immer auf trockener, sauberer Oberfläche. Eine Politur ersetzt sie nicht.
Gewicht und Aufstellung
Eine Marmorplatte bringt schnell mehrere Dutzend Kilogramm auf die Waage. Daraus folgen drei praktische Punkte: Tragen immer zu zweit und die Platte hochkant, weil sie flach getragen brechen kann. Der Untergrund muss eben sein, sonst liegt das Gestell nicht auf. Und für Altbaudecken oder Dachterrassen lohnt der Blick auf die Traglast, bevor mehrere schwere Stücke in einen Raum kommen.
Häufige Fragen
Warum bekommt Marmor matte Flecken?
Weil Säure den Kalk in der Oberfläche anlöst. Zitrone, Wein, Essig und Kalklöser hinterlassen sogenannte Ätzflecken. Sie sind kein Schmutz und lassen sich nicht wegwischen.
Muss man Marmor imprägnieren?
Bei hellen Sorten und an Esstischen ist es sinnvoll, üblicherweise ein- bis zweimal im Jahr. Die Imprägnierung schützt gegen Öl und Fett, gegen Säure hilft nur schnelles Aufwischen.
Sehen zwei Tische derselben Serie gleich aus?
Nein. Aderung und Farbverlauf entstehen im Gestein, jede Platte ist ein Unikat. Wer zwei Stücke nebeneinander stellen möchte, sollte das vor der Bestellung ansprechen.
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Marmor bei Eichholtz: Sorten, Empfindlichkeit, Pflege: Modelle aus dem Programm
Eine Auswahl aus den Bereichen, um die es auf dieser Seite geht. Jedes Bild führt auf die Produktseite.












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