Eiche ist das Holz, das Möbel am längsten trägt, und das mit den meisten Gesichtern. Dieselbe Art kann hell und ruhig, tiefbraun und rustikal oder fast grau wirken, je nachdem, wie sie behandelt wurde. Der Unterschied entsteht in der Ausführung, nicht im Baum.
Massiv oder Furnier
Beides ist hochwertig, wenn es richtig gemacht ist. Massivholz ist durchgehend Eiche, lässt sich abschleifen und wieder aufbauen, arbeitet aber stärker. Furnier ist eine dünne Echtholzschicht auf einem stabilen Trägermaterial. Es ist formstabiler, was bei großen Flächen ein echter Vorteil ist, und erlaubt Bildfurniere, also spiegelbildlich zusammengesetzte Maserungen, die sich massiv gar nicht herstellen ließen. Ein großer Esstisch in Furnier ist kein Kompromiss, sondern oft die technisch bessere Lösung. Wichtig ist nur die Kante: dort zeigt sich, ob sauber gearbeitet wurde.
Die Ausführungen
- Geölt. Das Öl zieht ein, die Oberfläche bleibt offen und fühlt sich nach Holz an. Sie ist nachbesserbar, aber empfindlicher gegen Wasserränder.
- Lackiert. Geschlossene Schicht, unempfindlicher gegen Flüssigkeit, dafür nur als Ganzes zu reparieren.
- Geräuchert. Ammoniak reagiert mit der Gerbsäure der Eiche und dunkelt sie durch, nicht nur an der Oberfläche. Der Ton ist tief und warm.
- Gekalkt oder gebürstet. Die weiche Frühholzschicht wird ausgebürstet und die Poren hell gefüllt. Ergibt die typische graue, strukturierte Optik.
Holz arbeitet, und das ist kein Mangel
Eiche nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie ab. Bei trockener Heizungsluft schwindet sie, im Sommer quillt sie. Sichtbar wird das an feinen Fugen, an leicht gewölbten Platten und manchmal an einem Trocknungsriss an der Stirnseite. Der sichere Bereich liegt bei etwa 40 bis 60 Prozent relativer Luftfeuchte und 18 bis 22 Grad. Zwei praktische Folgen: Möbel nicht direkt an oder über eine Heizung stellen, und im Winter eher für Luftfeuchte sorgen als für mehr Wärme.
Pflege
Für geölte Flächen genügen ein trockenes oder leicht nebelfeuchtes Tuch und ein- bis zweimal im Jahr Pflegeöl in Maserrichtung. Für lackierte Flächen reicht ein feuchtes Tuch ohne Zusätze. Vermeiden sollte man Mikrofaser mit starkem Druck, Allzweckreiniger und stehendes Wasser. Heiße Töpfe und nasse Gläser gehören auf Untersetzer, denn ein weißer Ring im Öl ist zwar reparabel, aber Arbeit.
Eiche kombinieren
Eiche verträgt fast jedes Material, solange die Temperatur der Töne zusammenpasst. Warme, geölte Eiche steht gut zu Messing und Travertin, gekalkte oder graue Eiche eher zu Schwarz, Nickel und Marmor. Zwei verschiedene Eichentöne im selben Raum wirken selten überzeugend, ein klarer Sprung zu einem anderen Material dagegen fast immer.
Häufige Fragen
Ist Furnier schlechter als Massivholz?
Nein. Furnier ist formstabiler und erlaubt aufwendige Maserbilder, die massiv nicht möglich wären. Bei großen Platten ist es oft die technisch bessere Lösung. Entscheidend ist die Verarbeitung der Kanten.
Warum bekommt ein Eichentisch feine Risse?
Weil Holz mit der Raumluft arbeitet. Trockene Heizungsluft lässt es schwinden. Zwischen etwa 40 und 60 Prozent relativer Luftfeuchte bleibt die Bewegung unauffällig.
Wie pflegt man geölte Eiche?
Mit einem trockenen oder leicht nebelfeuchten Tuch, dazu ein- bis zweimal im Jahr Pflegeöl in Maserrichtung. Allzweckreiniger und stehendes Wasser sind zu vermeiden.
Beratung durch einen autorisierten Händler
Casa Luxury ist die Interior-Welt eines etablierten, autorisierten Eichholtz-Fachhändlers. Wir sind im offiziellen Händlerverzeichnis der Marke gelistet und beraten zu Material, Ausführung und Lieferzeit, online sowie in unserem Showroom in Essen. Fragen zu einem bestimmten Stück beantworten wir unter info@casa-luxury.de.
Eiche bei Eichholtz: Massiv, Furnier und Ausführungen: Modelle aus dem Programm
Eine Auswahl aus den Bereichen, um die es auf dieser Seite geht. Jedes Bild führt auf die Produktseite.












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