Objektausstattung für Hotels und Villen: worauf es bei Menge, Lieferzeit und Pflege ankommt

Objektausstattung für Hotels und Villen: worauf es bei Menge, Lieferzeit und Pflege ankommt

Wer für ein Hotel, ein Restaurant oder eine große Villa einkauft, trifft andere Entscheidungen als beim Möbelkauf für zuhause. Nicht weil der Geschmack ein anderer wäre, sondern weil Menge, Beanspruchung und Zeitplan Anforderungen stellen, die im Privatkauf keine Rolle spielen. Die folgenden Punkte fallen erfahrungsgemäß erst auf, wenn es teuer wird.

Nachkaufbarkeit vor Auswahl

Die wichtigste Frage kommt vor der Frage nach dem Aussehen: Wird es dieses Modell in zwei Jahren noch geben? In einem Restaurant gehen Stühle kaputt, in einem Hotel verschwinden Beistelltische. Wer ein auslaufendes Modell wählt, ersetzt später nicht ein Stück, sondern den ganzen Raum. Klären Sie vor der Auswahl, wie lange die Serie geführt wird und ob Nachbestellungen farbgleich sind.

Stückzahlen und Farbcharge

Bei Polstermöbeln und Stoffen gilt: Ware aus einer Bestellung kommt aus einer Färbecharge. Zwei Bestellungen im Abstand von Monaten können sichtbar voneinander abweichen, besonders bei hellen Farben. Wer 40 Stühle braucht, bestellt 42, nicht 40. Die zwei Reservestücke sind billiger als eine spätere Teillieferung, die nicht passt.

Beanspruchung: die Zahl, nach der zu fragen ist

Für Bezugsstoffe gibt es einen Vergleichswert, die Scheuertouren nach Martindale. Als grobe Orientierung gelten 15.000 Touren als wohnraumtauglich, ab 25.000 spricht man von starker Beanspruchung, im Objektbereich sind 40.000 und mehr üblich. Die Zahl allein macht keinen guten Stoff, aber ein Stoff unter 25.000 Touren gehört nicht in eine Hotellobby.

Ähnliches gilt für Tischplatten. Massivholz altert schön, aber sichtbar. Keramik und Naturstein halten Hitze und Feuchtigkeit besser aus, sind dafür kantenempfindlich.

Brandschutz nicht nachträglich klären

Für öffentlich zugängliche Räume gelten je nach Land und Nutzung Anforderungen an das Brandverhalten von Polstern und Vorhängen. Das ist keine Formalie: Ein bereits geliefertes Möbelstück lässt sich nicht nachrüsten. Wer ein Objekt plant, holt die Anforderung vom Planer oder Brandschutzsachverständigen ein, bevor bestellt wird, nicht danach.

Lieferzeit ist der eigentliche Engpass

Bei Einzelstücken entscheidet der Lagerbestand, bei Objektmengen fast immer die Produktion. Rechnen Sie bei größeren Stückzahlen nicht mit der Standardlieferzeit, sondern fragen Sie eine verbindliche Zusage für die konkrete Menge ab. Und planen Sie den Puffer nicht am Ende, sondern in der Mitte: Ein Eröffnungstermin verschiebt sich nicht, eine Anlieferung schon.

Anlieferung und Montage mitdenken

Die Frage, wie ein 3,20 m langes Sofa in den vierten Stock kommt, wird zu oft erst am Liefertag gestellt. Türbreiten, Treppenhaus-Radien, Aufzugmaße und Anlieferzeitfenster gehören in die Bestellung, nicht in ein Telefonat danach. Bei Speditionsware ist außerdem zu klären, ob bis Verwendungsstelle geliefert wird oder bis Bordsteinkante.

Für Projekte dieser Art beraten wir persönlich und stellen Angebote über Stückzahlen zusammen. Einen Überblick geben unsere Möbel und Leuchten, darunter Stücke von Eichholtz.

Häufige Fragen

Wie viele Reservestücke sollte man bei Objektaufträgen bestellen?

Bei Polstermöbeln etwa fünf Prozent Aufschlag, mindestens aber zwei Stück, damit Ersatz aus derselben Färbecharge stammt.

Welcher Martindale-Wert ist für Hotels sinnvoll?

Im Objektbereich sind 40.000 Scheuertouren und mehr üblich. Unter 25.000 gehört ein Stoff nicht in stark genutzte Bereiche.

Was ist bei der Anlieferung großer Möbel zu beachten?

Türbreiten, Treppenhaus-Radien, Aufzugmaße und Zeitfenster vorab klären, und festlegen, ob bis Verwendungsstelle oder bis Bordsteinkante geliefert wird.