Luxus-Beleuchtung: Lichtkonzept für hochwertige Räume

Licht ist der Teil der Einrichtung, an dem am häufigsten gespart wird, und der Teil, der am stärksten über die Wirkung entscheidet. Dieselben Möbel sehen unter einer einzelnen Deckenleuchte flach aus und unter einem geschichteten Lichtkonzept teuer. Der Grund ist einfach: Materialien wie Messing, Marmor, Samt und Kristall leben von Reflexen und Schatten, und beides entsteht nur, wenn Licht aus mehreren Richtungen kommt.

Die drei Ebenen eines Lichtkonzepts

1. Grundlicht

Das Grundlicht macht den Raum benutzbar und setzt den Maßstab. Es kommt von oben, aus einem Kronleuchter oder einer Deckenleuchte. Diese Leuchte ist zugleich das größte Schmuckstück im Raum, sie darf also groß sein. Zu klein gewählte Deckenleuchten sind der häufigste Grund, warum ein sorgfältig eingerichteter Raum unfertig wirkt.

2. Zonenlicht

Das Zonenlicht beleuchtet, wo tatsächlich etwas passiert: die Sitzgruppe, den Lesesessel, die Kommode. Hier arbeiten Stehleuchten und Tischleuchten. Drei bis vier solcher Lichtinseln geben einem Wohnraum abends mehr Tiefe als jede Aufrüstung der Deckenbeleuchtung.

3. Akzentlicht

Das Akzentlicht setzt einzelne Punkte in Szene: eine Wand, ein Bild, eine Nische. Wandleuchten übernehmen das dauerhaft, Windlichter und Kerzenhalter liefern das bewegte Licht, das keine Lampe ersetzen kann.

Lichtfarbe: warum 2700 Kelvin

Die Lichtfarbe entscheidet über den Eindruck von Wertigkeit. Für Wohnräume ist warmweißes Licht um 2700 Kelvin die richtige Wahl, es lässt Holz, Messing und Textilien satt wirken. Neutralweißes oder kaltes Licht ab etwa 4000 Kelvin nimmt genau diese Wärme heraus und lässt edle Materialien grau erscheinen. Entscheidend ist außerdem, dass alle Leuchtmittel in einem Raum dieselbe Lichtfarbe haben. Gemischte Farbtemperaturen sind der Fehler, den man sieht, ohne ihn benennen zu können.

Dimmen ist keine Option, sondern Grundausstattung

Ein Raum braucht am Nachmittag anderes Licht als um 22 Uhr. Planen Sie dimmbare Leuchtmittel und Dimmer von Anfang an ein, mindestens für Grundlicht und Esstisch. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Leuchtmittel und Dimmer zueinander passen, sonst flackern LEDs im unteren Bereich.

Hängehöhen, die verlässlich funktionieren

  • Über dem Esstisch: Unterkante etwa 70 bis 80 Zentimeter über der Tischplatte, Durchmesser rund die halbe bis zwei Drittel der Tischbreite.
  • Im Raum ohne Tisch darunter: Unterkante mindestens 210 Zentimeter über dem Boden, damit niemand darunter stößt.
  • Im Treppenhaus: so hängen, dass die Leuchte vom oberen Podest und vom Eingang aus gleichermaßen wirkt, gerne mehrere Elemente auf verschiedenen Höhen.
  • Wandleuchten: etwa auf 160 bis 180 Zentimeter Höhe, neben Spiegeln auf Augenhöhe des Spiegelnden.

Häufige Fragen

Welche Lichtfarbe wirkt hochwertig?

Warmweißes Licht um 2700 Kelvin. Es lässt Holz, Messing und Textilien satt aussehen, während kaltes Licht sie grau erscheinen lässt.

Wie viele Lichtquellen braucht ein Raum?

Neben dem Grundlicht mindestens drei weitere. Mehrere kleine Lichtinseln erzeugen Tiefe, eine einzelne Deckenleuchte nicht.

Wie hoch hängt eine Leuchte über dem Esstisch?

Die Unterkante etwa 70 bis 80 Zentimeter über der Tischplatte. Frei im Raum sollten mindestens 210 Zentimeter Bodenfreiheit bleiben.

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