Die Hotelbar verdient pro Quadratmeter mehr als jeder andere Bereich, und sie ist der Ort, an dem Gäste freiwillig länger bleiben. Damit das funktioniert, müssen drei Dinge stimmen: die Höhen am Tresen, die Rückwand als Bild und das Licht auf der Arbeitsfläche. Diese Seite geht sie der Reihe nach durch.
Tresenhöhe und Hockerhöhe
Das häufigste Maßproblem in der Gastronomie sitzt zwischen Sitzfläche und Tresenkante. Dort gehören etwa 28 bis 30 Zentimeter Beinfreiheit. Bei einer Tresenhöhe von 105 bis 110 Zentimetern sind das Barhocker mit rund 75 bis 80 Zentimetern Sitzhöhe. Pro Hocker rechnet man 60 bis 70 Zentimeter Tresenlänge, enger gesetzt sitzen Gäste unangenehm dicht nebeneinander. Eine Fußstütze ist kein Zierrat: ohne sie rutschen Gäste nach vorn und stehen nach zwanzig Minuten auf. Hocker mit Rückenlehne halten Gäste länger, kosten aber Stellfläche im Rücken.
Die Rückwand ist das Bild der Bar
Der Gast sitzt am Tresen und schaut die ganze Zeit auf die Rückwand. Sie trägt den Eindruck der Bar stärker als das Möbel, auf dem er sitzt. Bewährt sind Flaschenregale mit hinterlegtem Licht, Wandspiegel als Tiefenwirkung hinter den Flaschen und Wandleuchten in gleichmäßigem Abstand, die die Wand waschen statt den Gast zu blenden. Ein Weinschrank in Sichtweite macht die Karte sichtbar, ohne dass jemand sie erklären muss.
Sitzplätze abseits des Tresens
Eine Bar, die nur Tresenplätze hat, verliert jede Gruppe ab drei Personen. Sitzbänke an der Wand sind der platzsparendste Weg, Gruppen unterzubringen, weil sie keine Rückenfreiheit brauchen. Davor stehen kleine Tische, dazu Sessel oder Hocker, die sich schnell umsetzen lassen. Beweglichkeit ist hier der entscheidende Punkt: eine Bar wird abends dreimal umgestellt.
Service, der sichtbar bleiben darf
Was hinter dem Tresen liegt, muss schnell greifbar sein, was davor steht, darf gesehen werden. Servierwagen für Aperitif und Digestif, ein Weinkühler am Tisch statt in der Küche und Servier-Accessoires mit einheitlicher Linie machen aus dem Service einen Teil der Inszenierung. Der Nebeneffekt ist praktisch: kürzere Wege für das Personal.
Licht: hell auf der Arbeitsfläche, warm im Gastraum
Die Arbeitsfläche hinter dem Tresen braucht deutlich mehr Licht als der Gastbereich, sonst arbeitet das Personal im Halbdunkel. Davor gilt das Gegenteil: tiefe, warme Lichtpunkte über Deckenleuchten und Tischleuchten, ergänzt um Windlichter und Kerzenhalter auf den Tischen. Zwei getrennte Schaltkreise für Tresen und Gastraum sind die günstigste Investition in dieser Zone.
Häufige Fragen
Welche Barhocker-Höhe passt zu welchem Tresen?
Zwischen Sitzfläche und Tresenkante gehören etwa 28 bis 30 Zentimeter. Bei 105 bis 110 Zentimeter Tresenhöhe sind das Hocker mit rund 75 bis 80 Zentimeter Sitzhöhe.
Wie viele Barhocker passen an einen Tresen?
Etwa ein Hocker je 60 bis 70 Zentimeter Tresenlänge. Wer enger stellt, gewinnt Plätze auf dem Papier und verliert sie im Betrieb, weil Gäste nicht dicht nebeneinander sitzen wollen.
Wie beleuchtet man eine Hotelbar richtig?
In zwei getrennten Kreisen: viel Licht auf der Arbeitsfläche hinter dem Tresen, warmes und tiefes Licht im Gastbereich davor. Wandleuchten an der Rückwand sollen die Wand anleuchten, nicht den Gast.
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