Das Gästezimmer ist der Bereich, der sich am häufigsten wiederholt. Was hier gut gewählt ist, wirkt fünfzig- oder zweihundertmal, und jeder Fehler ebenso. Deshalb zählt im Zimmer nicht die Einzelidee, sondern eine Auswahl, die sich vervielfältigen, reinigen und in zwei Jahren noch nachbestellen lässt.
Das Bett bestimmt den Raum
Ein gepolstertes Kopfteil verändert den Charakter eines Hotelzimmers stärker als jedes andere Einzelstück, weil es die größte zusammenhängende Fläche im Blickfeld ist. Zwei Punkte entscheiden über die Wirkung: die Höhe, die zur Deckenhöhe passen muss, und die Breite, die über das Bett hinausgehen darf, um die Wand zu fassen. Ein waschbarer oder wechselbarer Bezug verlängert die Nutzungsdauer erheblich, weil genau dort Haarpflege und Sonnencreme auftreffen.
Nachttische und Ablagefläche
Zwei Nachttische in gleicher Höhe sind Standard, sinnvoll ist eine Oberkante etwa auf Matratzenhöhe oder wenige Zentimeter darüber. Wichtiger als die Optik ist die Frage, was darauf Platz hat: Telefon, Buch, Glas, Brille und ein Ladekabel brauchen zusammen mehr Fläche, als die meisten Entwürfe vorsehen. Dazu kommt die zweite, oft vergessene Ablage im Zimmer, eine Fläche für den geöffneten Koffer. Eine Kommode oder eine Sitzbank am Fußende löst das zuverlässiger als ein Klappständer.
Licht am Bett
Leselicht ist der häufigste Beschwerdepunkt in Gästezimmern. Wandleuchten über dem Nachttisch sparen Stellfläche und blenden weniger, wenn sie über Schulterhöhe des Sitzenden hängen, also rund 55 bis 65 Zentimeter über der Matratzenoberkante. Wer Tischleuchten bevorzugt, sollte darauf achten, dass der Schirm die Lichtquelle im Sitzen verdeckt. Beide Seiten brauchen einen eigenen Schalter am Bett, sonst steht immer jemand auf.
Die Wand gegenüber
Der Blick vom Bett aus geht auf eine Wand, die meistens leer bleibt. Ein Wandspiegel vergrößert kleine Zimmer spürbar, Wandbilder in einer festen Linie über alle Zimmer hinweg geben dem Haus eine Handschrift, ohne dass jedes Zimmer einzeln gestaltet werden muss. Ein Teppich neben dem Bett nimmt Trittschall und ist in Häusern mit Hartboden der günstigste Beitrag zur Ruhe.
Was sich über alle Zimmer wiederholen sollte
- Wenige Positionen, hohe Stückzahl. Eine Kommode und ein Sessel in allen Zimmern sind leichter zu pflegen und nachzukaufen als zwölf verschiedene Varianten.
- Kategorie über Ausstattung trennen. Der Unterschied zwischen Standardzimmer und Suite liegt in wenigen zusätzlichen Stücken, nicht in einer anderen Möbellinie.
- Ersatzteile mitdenken. Für Positionen, die im Betrieb leiden, gehört ein kleiner Bestand ins Haus.
Häufige Fragen
Wie hoch hängen Leseleuchten über dem Bett?
Rund 55 bis 65 Zentimeter über der Matratzenoberkante. In dieser Höhe fällt das Licht auf die Buchseite, ohne dem Sitzenden direkt in die Augen zu leuchten.
Welche Möbel gehören mindestens in ein Hotelzimmer?
Kopfteil, zwei Nachttische in gleicher Höhe, eine Ablagefläche für den geöffneten Koffer, eine Kommode oder Bank und mindestens eine Sitzgelegenheit. Alles darüber hinaus richtet sich nach der Zimmerkategorie.
Warum sollten Zimmermöbel nachbestellbar sein?
Weil in jedem Haus einzelne Stücke beschädigt werden. Ist das Modell nicht mehr lieferbar, muss eine ganze Etage getauscht werden, damit die Zimmer wieder gleich aussehen.
Beratung durch einen autorisierten Händler
Casa Luxury ist die Interior-Welt eines etablierten, autorisierten Eichholtz-Fachhändlers. Wir sind im offiziellen Händlerverzeichnis der Marke gelistet und begleiten Objektprojekte von der Auswahl bis zur Lieferung, online sowie in unserem Showroom in Essen. Für Projektanfragen schreiben Sie an info@casa-luxury.de.
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