Hotelsuite einrichten: der zweite Bereich im Zimmer

Die Suite verkauft sich über den Unterschied zum Standardzimmer, und dieser Unterschied ist selten die Fläche allein. Was eine Suite ausmacht, ist ein zweiter, eigenständiger Bereich: eine Zone, in der man sitzen, arbeiten und Gäste empfangen kann, ohne auf dem Bett zu landen. Diese Seite zeigt, wie dieser zweite Bereich entsteht.

Der Wohnbereich als eigener Raum im Raum

Auch ohne trennende Wand lässt sich eine Zone klar absetzen. Drei Mittel wirken zusammen: ein Teppich, der den Bereich am Boden umreißt, eine Sitzgruppe aus zwei Sesseln oder einem kleinen Sofa mit Couchtisch, und eigenes Licht über eine Stehleuchte. Entscheidend ist der letzte Punkt: erst mit eigenem, schaltbarem Licht wird die Zone unabhängig vom Schlafbereich nutzbar. Ohne das bleibt sie Dekoration.

Arbeiten in der Suite

Gäste in Suiten arbeiten überdurchschnittlich oft im Zimmer. Ein Schreibtisch mit freier Kante und ausreichender Tiefe für Laptop und Unterlagen ist deshalb kein Zierstück, sondern Ausstattung. Er gehört an eine Wand mit Steckdose in Tischhöhe und einer Tischleuchte, die den Schirm über der Blickachse hält. Ein Stuhl, auf dem man zwei Stunden sitzen kann, unterscheidet die Suite spürbar vom Standardzimmer.

Repräsentation ohne Überladung

Die Suite verträgt genau die Stücke, die im Standardzimmer zu viel wären: eine Vitrine oder einen Konsolentisch an der Wand, einen Wandspiegel mit Rahmen als Blickfang, dazu Vasen, Schalen oder eine Skulptur als Einzelstück. Wichtig ist die Regel dahinter: in einer Suite trägt ein starkes Stück den Raum, nicht fünf mittlere. Wer jede Fläche belegt, bekommt einen vollen Raum, keinen wertvollen.

Präsidentensuite und Sondergrundriss

In der obersten Kategorie kommen Bereiche dazu, die es sonst im Haus nicht gibt: ein eigener Essplatz mit Esstisch und Stühlen, eine Bar mit Servierwagen und Weinkühler, manchmal ein separater Ankleidebereich. Hier lohnt sich Einzelfertigung eher als anderswo, weil die Stückzahl klein und die Wirkung pro Stück hoch ist. Der Planungsaufwand ist der gleiche wie für eine Etage, der Ertrag aber unmittelbar sichtbar.

Häufige Fragen

Was unterscheidet eine Suite vom Standardzimmer?

Nicht die Fläche, sondern ein zweiter, eigenständig nutzbarer Bereich mit eigener Sitzgruppe und eigenem Licht. Erst dadurch lässt sich das Zimmer unabhängig vom Bett benutzen.

Wie trennt man Wohn- und Schlafbereich ohne Wand?

Über einen Teppich, der die Zone am Boden fasst, eine geschlossene Sitzgruppe und eine eigene Lichtquelle, die getrennt geschaltet wird. Möbelrücken und Konsolen können zusätzlich als leichte Grenze wirken.

Lohnt sich Maßanfertigung in der Suite?

Eher als im Standardzimmer. Die Stückzahl ist klein, die Wirkung je Stück hoch, und Sondergrundrisse in der obersten Kategorie lassen sich mit Serienmaßen oft nicht sauber ausstatten.

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